Es sind tatsächlich schon wieder so viele Wochen vergangen, seit ich mich letztmalig in diesen Gewässern bewegte. Das soll sich aber nun ändern! Immerhin gibt es fast täglich etwas zu berichten und schließlich ist der Babyfisch nun ein richtiger kleiner Junge! Wie es aussieht, ist sein Kopf nicht nur recht groß (das macht mir schon Hoffnungen auf reges Interesse an den Naturwissenschaften), sondern er ist auch ein Dickschädel. Damit wäre mein beigesteuerter Teil auch schon vollständig erzählt, denn die Schmuserei und die Liebe zu Gesang und Tanz kommt eindeutig nicht von mir! Viele Dinge tut er nun bereits schon im Schlaf. Ist er beispielsweise beim Spielen eingeschlafen und man trägt ihn vorsichtig nach oben in sein Zimmer, so muss man auf diesem Wege an der Treppe zum Kinderzimmer nach rechts abbiegen. Auf der anderen Seite befindet sich unser Schlafzimmer und mit traumwandlerischer Sicherheit geht seine Hand im Umfeld dieser beiden Varianten nach links und der Finger zeigt auf unser Schlafzimmer. Dazu öffnet er noch nicht einmal seine Augen. Tja, so haben wir jetzt fast jede Nacht einen Schlafgast. Das wäre ja noch nicht so schlimm, wenn er ein Ruhig-Schläger wäre, er gehört jedoch zur Gattung der Wälzer (da hat er doch noch was von mir) und hockt sich im Minutentakt hin, um kurz darauf in eine nicht deterministische Richtung abzuklappen. Da heißt es, schnell reagieren, um sich aus der Falllinie zu bringen. Zumindest ist der kleine Mann am Morgen immer recht gut ausgeschlafen…
Was machen die anderen Fische ? Der große Chanelfisch mausert sich nun (nach inoffiziellen Verlautbarungen) zum Studienfisch. Hoffen wir mal, dass er hier fest im Glauben ist und seinen Weg geht, der mit Sicherheit nicht leicht werden wird. Der Laptopfisch mutierte zwischenzeitlich zum Lernfisch erster Kajüte. Mit dem Pensum eines Lehrerfischs und der Bezahlung eines kostenlosen Praktikanten gab er eigene Lektionen und hat das Wörtchen Freizeit nicht mehr in seinem Sprachgebrauch. Als absolute Krönung gab es eine Eins in Mathe und das hat immerhin etwas mit Perfektion zu tun
Wie es aussieht, habe ich bald eine weiteren Abifisch! Der Pferdefisch ist auch auf die richtig Bahn eingeschwenkt und sieht die Schule nun auch nicht mehr nur als Hort von Zwistigkeiten und guten Dreiern. Da tut sich was und auch der Pferdefisch ist kein Conni-lesender Teenager, sondern ein junges Mädchen.
Nachtrag zum Richterfisch: Man sagt ja immer, man sollte das machen, was man noch nicht kann. Das hat der Richterfisch wohl sehr ernst genommen und sich dem auch gleich komplett gewidmet. Aus den zwei ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten :
- keine Entscheidung treffen (default)
- falsche Entscheidung treffen
hat er die letztere gewählt, den Irrfisch entmündigt und mit zeitlich befristetem Stipendium beglückt. Eine derartige Ignoranz ist allerdings nicht erstaunlich, wenn man grenzenlose Freiheiten besitzt und für nichts haftet. Manchmal wünschte ich mir, es gäbe einen TÜV für richterliche Entscheidungen (ein paar Anwälte müssten sich dann bestimmt auch fürchten!). Was bleibt ist der Gang zur nächsten Instanz, die hoffentlich mit salomonischer Weisheit gesegnet ist. Doch davon später mehr…

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